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Bauarbeiten am Paul-Carré in Niederdollendorf startet im Juli

NIEDERDOLLENDORF. Im Oktober 2013 stellten die Investoren die ersten Pläne vor, jetzt könnte tatsächlich der Baustart erfolgen: Ab Juli sollen am Paul-Carré neben den Bahngleisen in Niederdollendorf 65 Wohnungen und 20 Studentenappartements entstehen.

Viele Niederdollendorfer werden nicht mehr daran geglaubt haben, dass aus dem Projekt noch etwas wird. In einem Monat sollen nun aber tatsächlich die Bauarbeiten für das Paul-Carré starten. Auf der Fläche zwischen Heisterbacher Straße, Paulstraße, Petersbergstraße und Bahnstrecke entstehen Sozialwohnungen und Studentenappartements. Dazu muss auch ein leer stehender Supermarkt an der Paulstraße abgerissen werden.

„Wir legen demnächst los. Im Juli ist Baubeginn“, sagte Architektin Susanne Manstein dem General-Anzeiger. Mit der Fertigstellung wird in der ersten Jahreshälfte 2019 gerechnet. Das Aachener Architekturbüro Manstein Architekten ist nicht nur Planer, sondern inzwischen auch Investor des 16-Millionen-Euro-Projekts in Niederdollendorf.

GRÜNES LICHT SEIT 2015

Bereits im Oktober 2013 hatte der städtische Planungs- und Umweltausschuss grünes Licht für das Bauvorhaben gegeben. Seit Juli 2015 liegt auch die Baugenehmigung der Stadt Königswinter vor. Dass es erst jetzt losgeht, führt Manstein vor allem auf den Wechsel auf der Investorenseite zurück.

Neue Eigentümerin ist die Hain & Manstein GbR Paul-Carré, also die Architekten selbst, die das Projekt vom Bad Honnefer Unternehmen AyAs Invest übernommen haben. Auch die Beantragung der Fördermittel für die Sozialwohnungen habe Zeit in Anspruch genommen. „Außerdem handelt es sich ja um kein kleines Projekt“, so Manstein.

Die Architekten hatten vor dem positiven Beschluss des Ausschusses mehrmals umplanen müssen. So wurde das Gebäude an der Heisterbacher Straße um ein Geschoss auf jetzt drei Geschosse mit Staffelgeschoss reduziert. Letztendlich entstehen nun im Paul-Carré nach Angaben des Investors in drei Gebäuden 65 öffentlich geförderte Wohnungen sowie 20 freifinanzierte Studentenappartements oder Kleinwohnungen.

TIEFGARAGE VERBINDET DIE GEBÄUDE UNTERIRDISCH

Da sich für die ursprünglich geplanten Gewerbeflächen keine Mieter fanden, sind 20 zusätzliche Wohnungen geplant. Auch bei der Verkehrsführung wurde dem Wunsch der Kommunalpolitiker entsprochen. Die Ein- und Ausfahrt der großen Tiefgarage, die die Gebäude unterirdisch miteinander verbindet und zunächst von der Bahnseite aus vorgesehen war, wird nun an der Heisterbacher Straße gebaut.

In den allerersten Planungen war auf dem Grundstück noch ein Pflegeheim geplant. Danach sollten es 92 Sozialwohnungen in viergeschossigen Gebäuden mit Staffelgeschoss werden. In dem Gebäude an der Heisterbacher Straße sollte ausschließlich Gewerbe – bevorzugt Arztpraxen und eine Apotheke – untergebracht werden. Diese Pläne waren von der Kommunalpolitik wegen der Massivität des Baukörpers abgelehnt worden. Auch die Bürger hatten sich gegen die ersten Entwürfe ausgesprochen. Sie hatte neben der Größe der Bebauung vor allem irritiert, dass das Projekt ohne Bebauungsplan realisiert wird.

Die Verwaltung stellte jedoch klar, dass die Fläche nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches bebaut werden kann. Innerhalb von im Zusammenhang bebauten Ortsteilen ist danach ein Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/koenigswinter/Bauarbeiten-am-Paul-Carr%C3%A9-in-Niederdollendorf-starten-im-Juli-article3574813.html